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Schneeschuhwandern: Wie man nach einem Sturz wieder hochkommt!

Schon mal auf Schneeschuhen durch den winterlichen Tann gepirscht? Eine tolle Sache, vor allem im schneesicheren Kanada. Ein paar Meter Schnee unter den Gestellen aus kältefester Hartplastik zu haben und festzustellen, dass man fast im Wipfelbereich der zu Schneegeistern erstarrten Nadelbäume unterwegs ist, hat was ..

Der Wind, die Kälte und das Knistern und Knacken der Eiskristalle in der Luft und des Schnees unter den Krampons tragen ebenfalls zur Euphorie bei. In Nordamerika waren Indianer die ersten, die im Winter Schneeschuhe benutzten. Um von A nach B zu gelangen, um sich gegenseitig zu besuchen und bei der Jagd. Vor allem bei der Jagd. Die ersten Europäer pflegten über die Kraft und Schnelligkeit ihrer Gastgeber im Tiefschnee zu staunen. Spuren lesen, die tagelange Verfolgung der Tiere und am Ende das Nachstellen und Erjagen sowie das Zerteilen der Beute und anschließende Abtransportieren- alles geschah auf Schneeschuhen. Während seines Winters bei den Huronen im frühen 17. Jahrhundert füllte Samuel de Champlain viele Seite mit der Beschreibung von Jagden, an denen er teilnahm – und über die sagenhafte Ausdauer, die seine huronischen Freunde auf Schneeschuhen an den Tag legten. Und die eigene Unzulänglichkeit ..

Sturz beim Schneeschuhwandern: Gute Technik ist die halbe Miete

Auf Schneeschuhen erlebt man unberührte Winterlandschaften und kann sich im Spurenlesen üben. Jeder kann schneeschuhwandern: mit festen hohen Schuhen in die Schlaufen steigen, etwas breitbeiniger gehen, damit sich die Gestelle nicht in die Quere kommen, und bei Steigungen beherzt die Krampons unter den Gestellen in den Schnee drücken, ganz einfach. Und die Füße heben, damit man nicht mit den Spitzen über etwaige Schneewehen stolpern, denn wie gesagt: Man ist im Tiefschnee unterwegs. Wer stolpert, kann seitlich oder vornüber stürzen und womöglich einen Meter oder tiefer versinken. Dass dies eine unangenehme Situation ist, weiss ich aus eigener Erfahrung. Man dreht und wendet sich im losen Schnee, während man vergebens versucht, auch die Schneeschuhe in die richtige Richtung zu drehen, und bohrt sich doch nur tiefer hinein. Dabei findet der Schnee womöglich überall hin, unter die Jacke, in die Hose, in die Schuhe, kurz: Man fühlt sich plötzlich gründlich hilflos und will so schnell wie möglich da wieder raus.

Ich habe deshalb vor meiner ersten Schneeschuhwanderung – ich Glückspilz, sie fand nämlich am Lake Louise in Alberta´s Banff National Park statt – spaßeshalber das Internet konsultiert und gefragt, wie man sich im Fall der Fälle wieder ausgräbt. Weil ich nicht fündig wurde, nahm ich die Videokamera auf dieser ersten Tour mit. Und wie Ihr seht, hatte ich, die betroffene Kollegin wird es mir nachsehen, dass ich dies poste, Glück: Sie fiel hin und kam zunächst nicht allein wieder auf die Beine. In diesem Video erklärt unser Führer Bruce Bembridge, ein feiner Kerl und beim Fairmont Chateau Lake Louise seit vielen Jahren als Guide tätig, wie es gemacht wird. Eigentlich ganz einfach, aber trotzdem: Gewusst wie! Viel Spaß .. :)

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